Die 8-Stufen Persönlichkeitstheorie von Erik Erikson
Wenngleich Erik Erikson (Berkeley und Harvard University) zu den sogenannten Freud’schen Ich-Psychologen zählt und in seiner 8-Stufen-Theorie wie auch Freud unterschiedliche Stufen der Entwicklung berücksichtigt, geht er in seiner theoretischen Betrachtung über die Adoleszenz hin bis ins höhere Erwachsenenalter hinaus. Erikson legt seinen Schwerpunkt weniger stark rein auf instinktive Triebe oder das Unbewusste, sondern berücksichtigt zusätzlich eine psychosoziale und psychohistorische Komponente. Zudem geht er in seiner Entwicklungsbetrachtung eher von sogenannten epigenetischen Stufen aus, also von einer Stufenfolge, in der die Bewältigung einer Entwicklungsaufgabe und das Lernen auf einer Stufe als Fundament für die nächste Stufe fungieren.

Seine Theorie postuliert, dass jede Entwicklungsaufgabe in sich mit Konflikten und Krisen verbunden sein kann und unter Umständen keine vollständige Bewältigung auf einer Stufe erfolgt, sondern vielmehr eine möglichst umfängliche Bewältigung der Entwicklungsaufgabe auf einer Stufe den Eintritt in die nächste Stufe erleichtert.