Suchwort eingeben

Out of date


Ihr [sf-browser] ist möglicherweise zu alt um alle Inhalte dieser Website anzuzeigen.
Bitte führen sie ein Update durch.

Update

Dynamic Skill Theory

 

Die von Kurt W. Fischer (Harvard University) in 1980 entwickelte Theorie dynamischer Kompetenzen (“Dynamic Skill Theory”) beleuchtet im Wesentlichen die parallele Entwicklung einzelner zunächst fragmentierter Funktionen und Kompetenzen im dynamischen Wechselspiel mit ihrer Umgebung und betrachtet persönliche Entwicklung über verschiedene Differenzierungsgrade und Integrationsniveaus.

 

Ausgehend von klassischen Entwicklungstheorien, bilden Kinder und spätere Erwachsene Kompetenzen in bestimmten Entwicklungszyklen ähnlich aus, so dass persönliche Entwicklung als eine Art Ausdifferenzierung biologisch angelegter Fähigkeiten stattfindet, wobei die entsprechende Interaktion mit dem Umfeld darüber entscheidet, welche Kompetenzen nachhaltig funktionsfähig ausgebaut werden. Trotz eventuell ähnlicher Grundanlagen verläuft jede Entwicklung individuell und so spiegelt das reife oder weniger reife Selbstsystem die interaktive Dynamik aus Grundanlage und Beantwortung aus dem direkten Umfeld wider. Fischer’s These ist, dass sich Systeme und Kompetenzen durch die Kombination und Interaktion von stabilen Zuständen (wie beispielsweise biologische Parameter) mit den unterschiedlichsten Varianten an Umfeldbedingungen (Bezugspersonen, Kultur, etc.) entwickeln. Nach Fischer entwickeln sich persönliche Kompetenzen in zunächst fragmentierten Strängen eines Netzwerkes, die über verschiedene Reifegrade potentiell integriert werden können.

Die 13 Ebenen und 4 Entwicklungsstufen in Fischers Theorie dynamischer Kompetenzen

Die Theorie dynamischer Kompetenzen beschreibt – wie auch die 8-Stufen-Theorie von Erikson – Entwicklung in verschiedenen Stufen, wobei im Unterschied zu den übrigen Theorien ein besonderes Augenmerk auf die zwar fragmentierte, aber dennoch parallele Entwicklung diverser, normalerweise unabhängig voneinander betrachteten, Kompetenzen gelegt wird. Somit verläuft nach Fischer Entwicklung nicht nach einer klassischen singulären Stufenleiter, wie beispielsweise von Piaget beschrieben, sondern dynamisch, nicht-linear.

 

Fischers Theorie postuliert vier zentrale Stufen der Entwicklung. Die erste Stufe beschreibt die fragmentierte Form von Informationsaufnahme, also ein natürliches binäres Unterteilen in positiven und negativen Affektbias. Die nächste, zweite Stufe repräsentiert ein einfaches Niveau an erster Integrationsfähigkeit, die sich in der Fähigkeit ausdrückt, zwischen positivem und negativem Affektbias selbstständig zu wechseln. Auf der dritten Stufe geht es um eine Form von Teil-Integration und auf der vierten Stufe um stabile Integration. Innerhalb dieser vier zentralen Stufen bestehen unterschiedliche Niveaus an Repräsentationsvermögen und Abstraktionsfähigkeit, die im Rahmen von insgesamt zwölf verschiedenen Kompetenzen und vier weiteren Abstraktionslevel betrachtet werden können.